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	<title>Perspectiven &#187; Feierabend</title>
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		<title>Berufswahl überfordert fast jeden zweiten Schüler</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 11:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Jungen wollen Ingenieur werden, Mädchen Tierärztin &#8211; doch die meisten haben keine Ahnung, was sie später machen wollen, zeigt eine neue Studie. Obwohl sie kurz vor dem Berufseinstieg stehen. Schüler wollen einmal viel Geld verdienen und möglichst viel Spaß im &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=645">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jungen wollen Ingenieur werden, Mädchen Tierärztin &#8211; doch die meisten haben keine Ahnung, was sie später machen wollen, zeigt eine neue Studie. Obwohl sie kurz vor dem Berufseinstieg stehen.</p>
<p>Schüler wollen einmal viel Geld verdienen und möglichst viel Spaß im Job haben. Nur welcher Beruf ihnen diese Wünsche erfüllen soll, das wissen viele nicht &#8211; obwohl <span id="more-645"></span> sie kurz vor dem Berufseinstieg stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie.</p>
<p>Die nach Angaben der Autoren repräsentative Umfrage &#8220;Schule, und dann?&#8221; hat das Allensbach-Institut im Auftrag der Vodafone Stiftung durchgeführt und an diesem Dienstag veröffentlicht. Etwa 500 Schüler der letzten drei Klassen an allgemeinbildenden, weiterführenden Schulen und ihre Eltern wurden dafür befragt.</p>
<p>Die zentralen Ergebnisse im Überblick:</p>
<p>    Schüler wollen sich in ihrem späteren Beruf vor allem selbst verwirklichen (87 Prozent), das steht noch vor dem Wunsch nach einem gut bezahlten (75 Prozent) und sicheren (71 Prozent) Arbeitsplatz. Arbeitsbedingungen, die &#8220;realistischerweise in der Berufspraxis&#8221; selten vorliegen, wie es in der Studie heißt. Der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann sieht das problematisch: Es sei ein Grund für die hohen Abbruchquoten in der beruflichen Bildung und beim Studium, meint er. Derzeit beendet rund ein Viertel der jungen Erwachsenen ihre Ausbildung oder ihr Studium nicht, zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Studien.<br />
    Unabhängig von der Schulart fällt fast der Hälfte der Schüler die Berufswahl schwer: Nur knapp ein Drittel der befragten Schüler hat konkrete Vorstellungen, was sie nach ihrem Schulabschluss machen wollen. Etwa 20 Prozent haben noch gar keine Ahnung, welcher Beruf für sie geeignet wäre. Dabei haben sie eine gute Chance, eine Lehrstelle zu bekommen, viele Betriebe suchen händeringend.<br />
    Zwar freuen sich 60 Prozent auf die Zeit nach der Schule, jeder vierte macht sich aber Sorgen, wie es dann weitergehen soll. Sind Schüler von der Berufswahl überfordert, könne das bedenkliche Konsequenzen haben, warnt Hurrelmann: Die gesamte Persönlichkeitsentwicklung könne darunter leiden und die weitere Schulkarriere könne gestört werden, so seine Analyse in der Studie.<br />
    Bis jetzt informieren vor allem Eltern ihre Kinder über mögliche Berufe und Ausbildungswege, zwei Drittel der Befragten findet das selbstverständlich. Durchaus erfolgreich: Von den Schülern, die intensiv von ihren Eltern unterstützt werden, geben 61 Prozent an, ausreichend informiert zu sein. Können sich die Eltern nicht in dem Maße engagieren, etwa weil sie alleinerziehend sind, geben nur knapp die Hälfte an, genug zu wissen. Trotzdem fehle den meisten Vätern und Müttern die Qualifikation für eine &#8220;sachlich und inhaltlich&#8221; sinnvolle Beratung, sagt Hurrelmann. Er fordert deshalb, die Berufsvorbereitung &#8220;zu einem viel größeren Ausmaß in professionelle Hände&#8221; zu legen.<br />
    Fast jeder dritte Schüler wünscht sich mehr Unterstützung, vor allem von seiner Schule, aber auch von Unternehmen. Als besonders hilfreich empfanden 75 Prozent der befragten Schüler Praktika bei Unternehmen. Nur ein Viertel informierte sich bei der Agentur für Arbeit, dabei empfanden nur 32 Prozent den Besuch als hilfreich.<br />
    Mädchen und Jungen halten immer noch an traditionellen Rollenvorstellungen fest: Fast 40 Prozent der Mädchen wollen im medizinischen oder sozialen Bereich arbeiten. Auch Tierärztin oder -pflegerin und Lehrerin können sich viele gut als späteren Beruf vorstellen. Für fast die Hälfte der befragten Mädchen ist es wichtig, anderen Menschen zu helfen, von den Jungs sahen das nur 21 Prozent so. Sie wollen klassischerweise vor allem in technische und handwerkliche Berufe (41 Prozent).<br />
    Auffallend ist jedoch, dass kaum einer der befragten Schüler seine Zukunft in der Computer- oder IT-Branche sieht: Von den Jungen interessieren sich immerhin noch sechs Prozent für den Bereich, von den befragten Mädchen niemand.<br />
    Wie schon viele andere Studien zuvor zeigt auch die aktuelle: Der Bildungserfolg ist noch immer von der sozialen Herkunft abhängig. Denn Akademikerkinder werden von ihren Eltern häufiger ermuntert, ein Studium aufzunehmen, als Kinder aus bildungsfernen Schichten. Auch sind es vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien (31 Prozent) , die sich mehr Unterstützung bei ihrer Berufswahl wünschen. Dabei sind ihre Chancen oft schon deshalb geringer, weil sie tendenziell schlechter in der Schule sind. Doch auch hier kann eine professionelle Berufsberatung helfen, so Bildungsforscher Hurrelmann: Denn wer weiß, was er werden will, der ist auch in der Schule motivierter.</p>
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		<title>ARD Doku über Talentförderung der Westfälischen Hochschule</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 15:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Während 77 von 100 Kindern, deren Eltern studiert haben, ebenfalls an die Hochschule gehen, ist es bei Kindern ohne akademische Tradition im Elternhaus genau umgekehrt: 77 nehmen kein Studium auf. Da das mit mangelnder Eignung für ein Studium häufig überhaupt &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=610">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<h4>Während 77 von 100 Kindern, deren Eltern studiert haben, ebenfalls an die Hochschule gehen, ist es bei Kindern ohne akademische Tradition im Elternhaus genau umgekehrt: 77 nehmen kein Studium auf. Da das mit mangelnder Eignung für ein Studium häufig überhaupt nichts zu tun hat, wurde an der Westfälischen Hochschule eine eigene Talentförderung aufgebaut, um schon in der Schule Brücken in die Hochschule zu bauen.<span id="more-610"></span> Über ein Jahr hat ein Kamerateam die Arbeit von Talentscout Suat Yilmaz begleitet. Die daraus entstandene 45-minütige Dokumentation wird am 30. September erstmals in der ARD ausgestrahlt, am 6. Oktober ist eine 30-minütige Wiederholung im WDR-Fernsehen zu sehen.</h4>
<p><b>Gelsenkirchen/Bocholt/Recklinghausen.</b> Am Montag, den 30. September ist für die Mitglieder der Westfälischen Hochschule ein langer TV-Abend angesagt: Dann berichtet die ARD ab 22:45 Uhr in der Serie &#8220;Die Story&#8221;, wie die Hochschule an den Schulen ihrer Hochschulregionen im nördlichen Ruhrgebiet und im westlichen Münsterland schlummernde Talente für ein Hochschulstudium und eine Akademiker-Karriere findet und fördert. Wer keine &#8220;Nachteule&#8221; ist, kann sich die Wiederholung am Sonntag, sechster Oktober um 16 Uhr im WDR-Fernsehen ansehen.<br />
Dabei geht es inhaltlich um die Widerlegung einer sich am Bildungsstandort Deutschland hartnäckig haltenden Fehlentwicklung: &#8220;Wenn die Eltern studiert haben, tun dies statistisch auch vier von fünf ihrer Kinder&#8221;, so Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule. &#8220;Aus den so genannten Nicht-Akademiker-Familien kommt dagegen nur jedes vierte Kind an die Hochschule, also fast das umgekehrte Verhältnis.&#8221; Als Ursache dafür hat die Westfälische Hochschule gleich mehrere Gründe ausgemacht: Den Jugendlichen fehlen die Vorbilder in der eigenen Familie, Eltern mangelt es an Informationen über Hochschulen und damit an der nötigen Beraterkompetenz und manchmal glauben Eltern und Kinder auch, ihnen fehle das Geld dafür, dass Sohn oder Tochter an die Hochschule gehen können um zu studieren, statt zu arbeiten und Geld zu verdienen.<br />
Mit &#8220;Talentscouts&#8221; geht die Westfälische Hochschule diese Fehlentwicklung seit 2010 an. Sie schwärmen aus an die Schulen. Gestartet wurde mit Partnerschulen aller Schulformen in Borken, Essen, Herten, Gelsenkirchen und Recklinghausen. Wöchentlich, mindestens einmal monatlich sprechen sie mit Schülerinnnen und Schülern, um diejenigen zu finden, die zwar das Talent, aber selbst zunächst nicht die Vorstellung haben, nach der Schule ein Hochschulstudium aufzunehmen. Sind die Talente entdeckt, setzt schon während der letzten Schuljahre eine individuelle Förderung ein: Etwa zur Unterstützung bei der Studienorientierung oder um Studienmöglichkeiten zu erläutern oder um darüber zu informieren, welche Hilfen es gibt, um Startvoraussetzungen zu verbessern oder das Studium zu finanzieren. Parallel gibt es ein Besuchsprogramm an der Hochschule, damit die Schüler die Berührungsängste vor Hörsälen und Laboren verlieren.<br />
Natürlich sind die Schülerinnen und Schüler die Hauptzielgruppe für die Talentscouts. Darüber vergessen sie aber nicht, dass auch Lehrer und Eltern mehr Informationen benötigen, um selbst beraten zu können. Für die Eltern gibt es beispielsweise seit 2013 einen speziellen Eltern-Informations-Abend. Die Scouts suchen und finden die Eltern aber auch in deren Freizeit, beispielsweise in Kulturvereinen oder Kirchengemeinden.<br />
Sind die Schüler und Schülerinnen aus nicht-akademischen Familien erstmal an der Hochschule angekommen, sollen ihnen begleitende Bildungsangebote durch das Studium helfen, um mit denen gleichzuziehen, die mehr akademischen Stallgeruch von zu Hause mit an die Hochschule gebracht haben.<br />
Das klingt wie ein Programm für mehr Bildungsgerechtigkeit, ist es auch, bekämpft aber gleichzeitig den Fachkräftemangel: &#8220;Gerade in Regionen, in denen besonders viele Kinder und Jugendliche in nicht-akademischen Familien groß werden, wird in naher Zukunft der nötige Nachwuchs an Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Informatikern und Kaufleuten zu erschließen sein, den Betriebe und öffentliche Einrichtungen brauchen&#8221;, so die Einschätzung von Präsident Bernd Kriegesmann.<br />
Dass das Programm der Westfälischen Hochschule funktioniert, beweisen Schüler und Schülerinnen aus den Partnerschulen, die inzwischen an der Hochschule studieren. Talentscout Suat Yilmaz: &#8220;Es ist sehr motivierend zu sehen, dass inzwischen die ersten der von uns geförderten Talente auch Zugang zu Stipendien- und Begabtenförderungswerken erhalten haben, die sich selbst niemals beworben hätten. Auch Unterstützungsangebote wie die Einstiegsakademie oder unsere Brückenkurse werden offensiv angenommen und über soziale Netzwerke verbreiten sich die Kenntnisse über unser Angebot nicht nur an den Partnerschulen, sondern auch weit darüber hinaus.&#8221;</p>
<p><b>Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:</b><br />
Marcus Kottmann, Leiter der Stabsstelle &#8220;Strategische Projekte&#8221; an der Westfälischen Hochschule, Fon (0209) 9596-350, E-Mail <a title="E-Mail an den Medienansprechpartner für diese Meldung" href="mailto:marcus.kottmann@w-hs.de">marcus.kottmann@w-hs.de</a></p>
<p>Autorin dieser Meldung: <a title="E-Mail an die Autorin dieser Meldung" href="mailto:Barbara.Laaser@w-hs.de">Barbara Laaser</a></p>
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		<title>Die richtige Entscheidung treffen: Durchhalten oder Loslassen?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Aug 2013 15:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie den Begriff Pyrrhussieg? Das ist ein Sieg, der einer Niederlage gleichkommt. Ein Sieg mit erheblichen Verlusten. Im 3 Jh. Vor Christus zog König Pyrrhus von Epirus für die Griechen in den Krieg gegen die Römer. Er besiegte sie in &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=569">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie den Begriff Pyrrhussieg? Das ist ein Sieg, der einer Niederlage gleichkommt. Ein Sieg mit erheblichen Verlusten. Im 3 Jh. Vor Christus zog König Pyrrhus von Epirus für die Griechen in den Krieg gegen die Römer. Er besiegte sie in der <span id="more-569"></span> Schlacht bei Asculum (heutiges Süditalien). Dabei ließen jedoch so viele seiner Männer ihr Leben, dass Pyrrhus gesagt haben soll:  „Noch so ein Sieg – und wir sind verloren!“</p>
<p>Unsere Gesellschaft ist voll von „Durchhalte-Parolen“: Nur nicht aufgeben, das Ziel im Auge behalten, sich nicht beirren lassen, die Flinte nicht ins Korn werfen! – auch wenn wir in unserem Inneren schon spüren, dass  eine Korrektur nötig ist, wagen wir es nicht, den einmal eingeschlagenen Weg abzubrechen…<br />
Durchhaltevermögen gilt als wertvoller Charakterzug. Wer immer weitermacht und kämpft, ist eine starke, bewundernswerte Person. Vor so jemandem haben wir Respekt. Wer von seinem Ziel ablässt, wer Dinge nicht zu Ende bringt, scheint ein schwacher Charakter zu sein, gar ein Verlierer, von dem es sich fernzuhalten gilt.</p>
<p>Doch nur selten bringt stures Ausharren den erträumten Erfolg und das große Glück. Häufiger zermürbt und frustriert es, weckt Unsicherheiten und Selbstzweifel. Die übermäßig positive Wahrnehmung der Ausdauer lässt sowohl die Funktion als auch die Bedeutung des Aufgebens in den Hintergrund treten. Dabei ist das Aufgeben ein grundlegendes Instrument eines selbstkorrektiven Handelns. „Das hartnäckige Festhalten an blockierten Zielen und unergiebigen Projekten kann in der persönlichen Lebensplanung zu erheblichen Fehlentwicklungen führen“, erklärt der Psychologe und Autor Jochen Brandtstädter. Das unerbittliche Verfolgen von Zielen hat seinen Preis. Es zerrt nicht nur an der Psyche, sondern auch am körperlichen Wohl. Das bestätigen unter anderem die Studien des Motivationsforschers Carsten Wrosch an der Concordia University in Montreal. Umgekehrt fand Wroschs Team in drei Studien heraus, dass Menschen, die in der Lage sind, sich von unerreichbaren Zielen zu lösen, glücklicher sind als diejenigen, die weiterhin daran festhalten. Andere Studien, ebenfalls von Wrosch und seinem Team, zeigen: Wer schwer erreichbare Ziele aufgibt, erfährt eine Steigerung seines körperlichen Wohlbefindens, unter anderem weil die Produktion des Stresshormons Kortisol zurückgeht.<br />
Diese Beobachtungen bedeuten nicht, dass man alle Ziele und Träume aufgeben sollte, die viel Einsatz und Mühe verlangen. Doch für eine glückliche Lebensgestaltung bedarf es grundsätzlich einer gesunden Balance aus Durchhalten und Aufgeben. Dies bedeutet, sich tatkräftig für die eigenen Wünsche und Träume einzusetzen, ihnen jedoch nicht blind hinterherzueilen und sich zu verrennen. „Gewinner geben ständig auf“, erinnert der Philosoph Robert Goodin. Und darin liegt die Kunst des Aufgebens: zu wissen, wann es aufzuhören gilt. Diese Kunst lässt sich erlernen.</p>
<p><strong><b>Warum Aufgeben so schwerfällt </b></strong></p>
<p>Nicht selten weckt die gesellschaftliche Voreingenommenheit gegenüber dem Aufgeben negative Gefühle wie Scham, wenn man ein Vorhaben abbrechen möchte. Wir schämen uns oder haben sogar Angst davor, als Versager dazustehen – und hält deshalb halten wir immer weiter an unserem Ziel fest. Dass Aufhören oft keine Option zu sein scheint, liegt aber auch an psychischen Prozessen: Sobald wir ein Ziel ins Auge fassen, kommen Steuerungsmechanismen in Gang, die unsere Gedankeninhalte in den Dienst der Realisierung stellen. Zu diesem Zweck werden bestimmte Informationen wie zum Beispiel entmutigende Fakten ausgeblendet. Stattdessen messen wir vorzugsweise jenen Informationen viel Bedeutung bei, die uns bei der Umsetzung unseres Zieles bestärken.</p>
<p>Ein anderer Mechanismus, der zur Verwirklichung des Vorhabens anstachelt ist der Effekt der „versunkenen Kosten“. Dieser bezeichnet die Neigung, an einem ungünstig verlaufenden Projekt stärker festzuhalten, wenn man bereits viel Zeit oder Geld oder auch beides darin investiert hat. „Wenn man aber über die Kosten nachdenkt, dann liegt es nahe, das Ziel weiter zu verfolgen“, so Veronika Brandstätter-Morawietz von der Universität Zürich. Kosten will schließlich jeder möglichst vermeiden. Dabei lohnt es sich nochmal gegen zu checken: Ist mir das angestrebte Ziel nach wie vor wichtig? Haben sich Umstände verändert, so dass sein Erreichen unrealistisch geworden ist – egal wie viel Mühe ich mir gebe? Wurden kritische Hürden genommen und wichtige Meilensteine erreicht?   Das überlegte Loslassen eines Ziels ist ein schwieriger Vorgang, für den es Zeit und Ruhe braucht.</p>
<p><strong><b>Wie man den richtigen Zeitpunkt erkennt </b></strong></p>
<p>Das körperliche und geistige Wohlbefinden sowie eine realistische und wiederholt reflektierte Vorgehensstrategie unterscheiden ein erfolgreiches Zielerreichen von einem Pyrrhussieg. Egal wie wichtig ein Ziel sein mag – droht seine Verwirklichung die Gesundheit zu gefährden, müssen das Vorhaben und seine Umsetzungsstrategie infrage gestellt werden. Dafür bietet eine Beobachtungsphase den nötigen Raum. Ein mehrtägiger oder mehrwöchiger Beobachtungszeitraum hilft herauszufinden, ob der Moment zum Aufhören vorliegt. Die Länge der Beobachtungsphase kann individuell festgelegt werden und sich unter anderem danach richten, wie komplex das Vorhaben ist. Sind beispielsweise andere darin involviert, ist ein ausgiebiger Zeitraum angemessen. Wenn es sich bei dem Ziel um einen großen persönlichen Traum handelt, ist ebenfalls eine längere Beobachtungsperiode ratsam.<br />
In dieser Zeit sollte die zentrale Aufmerksamkeit folgenden drei ausschlaggebenden Elementen gelten: dem körperlichen Wohlbefinden, der emotionalen Lage sowie der rationalen Analyse der Situation. Diese drei Faktoren werden im Alltag allzu häufig übergangen. Aber gerade sie bieten entscheidenden Aufschluss darüber, ob man am Ziel festhalten oder aber es aufgeben sollte.</p>
<p>Wenn das Vorhaben zu hoch gesteckt ist oder die Umstände seine Realisierung erschweren, droht Stress. Er kann auffällige Schwankungen und ein Nachlassen des körperlichen Wohlbefindens bewirken. Zu den Symptomen gehören beispielsweise Schlaflosigkeit, anhaltende Unruhe und Antriebslosigkeit. Die Intensität dieser Stressreaktion sollte während des gesamten Zeitraumes beobachtet werden.<br />
Auch gilt es aufmerksam gegenüber dem seelischen Wohlbefinden zu sein. Forscher wie der bekannte Neurowissenschaftler Antonio Damasio haben gezeigt, wie wichtig Gefühle und Empfindungen für unsere Entscheidungsfindung sind. Konsequent in sich hineinzuhorchen und auf die Gefühle rund um das gesteckte Ziel zu achten bringt den Entscheidungsprozess voran. Wie fühle ich mich? Bin ich unzufrieden? Empfinde ich zunehmend Machtlosigkeit? Ein schleichendes Gefühl des Kontrollverlusts ist ein Anzeichen dafür, dass die Zielsetzung zu viel abverlangt. Sind die Möglichkeiten der Zielerreichung erschöpft, so können Gefühle von Hoffnungslosigkeit, eventuell auch depressive Störungen entstehen. Die unterschiedlichen Gefühle und Stresssymptome können über den Tag verteilt in einem knappen Tagebuch festgehalten werden. Diese Dokumentation visualisiert die Grundhaltung gegenüber dem Vorhaben und seiner Umsetzung. Dadurch erleichtert sie die Entscheidung für oder gegen das Aufgeben.</p>
<p><strong><b>„Soll ich aufhören oder weitermachen?“ </b></strong></p>
<p>Ebenso unerlässlich ist eine rationale und möglichst objektive Auseinandersetzung mit dem Ziel, den Umständen sowie der Strategie. Gerade wenn man sich mit seinen Gedanken in der Grauzone zwischen Festhalten und Loslassen ertappt, lohnt es sich, den Zweifeln zu folgen und zumindest einzelne Aspekte des Zielstrebens sorgfältiger abzuwägen. Skepsis und Unentschiedenheit sollten grundsätzlich nicht als Zeichen von Schwäche oder Mangel an Entschlossenheit gewertet und einfach abgetan werden. Vielmehr dienen sie als ein wichtiger Anhaltspunkt, dass etwas nicht in Ordnung ist und womöglich Veränderungen angebracht sind. Zweifel sind ein nützlicher Denkanstoß.<br />
Um eine möglichst objektive und realistische Auswertung der Lage zu erhalten, sollte auf den Umgang mit Informationen geachtet werden. Denn auch hier können psychische Mechanismen wie der sunk cost effect die Informationsverarbeitung zugunsten der Zielerreichung prägen. Wer diesen Einfluss bedenkt, fällt ihm seltener zum Opfer. Auch Außenstehende können auf mögliche Urteilsverzerrungen aufmerksam machen. Weil sie mehr Abstand zu den Vorgängen besitzen, schätzen sie die Situation häufig objektiver ein. So liefern sie Beobachtungen und Hinweise, die einem selbst leicht entgehen.</p>
<p><strong><b>Wie man richtig loslässt </b></strong></p>
<p>Wenn die Fragen beantwortet, die Signale gedeutet sind und der Entschluss zum Aufhören feststeht – was gibt es bei seiner Umsetzung zu beachten? Die wichtigste Regel lautet: Nicht alles stehen- und liegenlassen, nicht das gewohnte Verhalten abrupt beenden. Hilfreicher und auch weniger belastend ist es, in mehreren, kleineren Schritte aufzuhören. Dabei gilt es, nicht nur dem Umfeld respektvoll gegenüberzutreten, sondern auch mit sich selbst behutsam umzugehen. So gerät der Boden unter den Füßen nicht ins Wanken. Denn das Aufgeben wird in den meisten Fällen von einer Zeit der erhöhten Sensibilität begleitet. Laut dem amerikanischen Persönlichkeitspsychologen Eric Klinger ist diese Phase ein psychisches Erdbeben. Das liegt daran, dass Ziele und Wünsche stets eng mit der eigenen Identität verbunden sind. Je zentraler das losgelassene Ziel für die persönliche Lebensplanung, umso schwieriger und belastender kann der Ablösungsprozess verlaufen. In dieser Phase helfen Anpassungsmechanismen. Einer lässt sich mit Schönreden umschreiben. In seiner Tierdichtung „Der Fuchs und die sauren Trauben“ erzählt Äsop von einem traubenhungrigen Pfiffikus, der die süßen Früchte am hohen Weinstock nicht zu fassen bekommt. Er versucht mehrmals vergebens sein Glück. Daraufhin rümpft der Fuchs die Nase: Die Trauben seien ihm noch nicht reif genug. Mit diesen Worten und einem erhobenen Haupt spaziert er von dannen. Äsops Fuchs, so könnte man meinen, redet sich seine Niederlage schön. Er will nicht dumm dastehen und zieht es vor, sein Selbstbewusstsein zu schützen.</p>
<p>Das mag wie Leugnen und Selbsttäuschung aussehen – ist jedoch eine natürliche Reaktion und Teil des Anpassungsprozesses. Psychologen, die sich mit Bewältigungsforschung befassen, sprechen der vermeintlichen Selbsttäuschung eine besondere Rolle zu. Zunehmend wird erkannt, welche Bedeutung solche Prozesse gerade für die Bewahrung einer positiven Selbst- und Lebensperspektive und die emotionale Bewältigung von Einschränkungen und Verlusten haben. Eine solche Reaktion fördert die die Stabilisierung des Seelenheils. Zu dieser Stabilisierung kann der Einzelne ebenfalls beitragen, indem er sich zum Beispiel neue Ziele steckt. Die neue Aufgabe – und sei es nur eine Freizeitbeschäftigung, die man schon immer einmal ausprobieren wollte – gibt Perspektive und hilft, ein Gefühl der Leere zu mildern oder gänzlich zu vermeiden. Auf diese Weise fällt es leichter, sich zu regenerieren. „Das Aufmerksamkeitsfeld öffnet sich wieder für Reize und Handlungsoptionen, die zuvor ausgeblendet wurden“, sagt Brandstädter- Morawietz. Und mit der Zeit lassen sich so Ressourcen für neue Unternehmungen schöpfen. So vermag das bedachte Aufgeben das Gleichgewicht der Seele wiederherzustellen.</p>
<p>Fazit: Durchhalten ist nicht immer gut. Aufgeben ebenso nicht. Und so schwer es auch scheinen mag, zu erkennen, wann welches Vorgehen gefragt ist, so stehen uns doch wertvolle Entscheidungshilfen zur Verfügung. Deshalb sollten wir stärker auf die eigenen Signale achten und uns weniger von unseren Träumen blenden lassen oder und von den gesellschaftlichen Ansprüchen und Überzeugungen.</p>
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		<title>Wer bin ich wirklich?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 11:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lebenslinie statt Lebenslauf! Die Jagd nach dem perfekten Lebenslauf macht alle verrückt. Es gilt den Ratschlägen und Anforderungen von Eltern, Ratgeberautoren, Personalchefs zu genügen. Und obwohl der Lebenslauf die Persönlichkeit abbilden soll,  fühlt er sich am Ende oft fremd an. &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=498">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Lebenslinie statt Lebenslauf!</h2>
<p>Die Jagd nach dem perfekten Lebenslauf macht alle verrückt. Es gilt den Ratschlägen und Anforderungen von Eltern, Ratgeberautoren, Personalchefs zu genügen. Und obwohl der Lebenslauf die Persönlichkeit abbilden soll, <span id="more-498"></span> fühlt er sich am Ende oft fremd an. Muss das wirklich sein?</p>
<p>Was ist mit mir selbst? Was will ich selber? Was kann ich und was treibt mich an? Ist das Bewusstsein über die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Motive nicht viel wichtiger, als zu versuchen, sich den aktuellen Erfordernissen eines Marktes anzupassen. Die Schwerpunkte was gerade gefragt ist und was nicht, verschieben sich in immer schnelleren Zeiträumen. Die einzige Konstante ist die eigene Grundpersönlichkeit. Zu wissen, wer ich bin, was ich kann und was mich motiviert, hilft mir, eine Entscheidung jenseits der gerade herrschenden &#8220;Mode&#8221; zu treffen und somit den Grundstein für eine erfüllte Zukunft zu legen.</p>
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		<title>Wie geht es deutschen Bacheler-Studenten heute?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 09:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutsche Hochschulforscher (HIS) befragten im Nov. und Dez. 2011 erneut über 4.000 Bacheler-Studenten nach ihrer Befindlichkeit, mit dem Ziel, einen Einblick in das Stress- und Belastungspotential angehender Akademiker zu bekommen. Fast die Hälfte aller Befragten gaben an, mit Erschöpfung und &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=466">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Hochschulforscher (HIS) befragten im Nov. und Dez. 2011 erneut über 4.000 Bacheler-Studenten nach ihrer Befindlichkeit, mit dem Ziel, einen Einblick in das Stress- und Belastungspotential angehender Akademiker zu bekommen. Fast die Hälfte aller Befragten gaben an, mit Erschöpfung und Überforderung zu kämpfen. Gut zwei Drittel der Befragten <span id="more-466"></span> macht das Studium trotzdem Spaß. Andererseits geben 68 Prozent der Bachelor-Studenten an, durch das Studium besonders belastet zu sein. Demnach liegen Zuversicht und Frust dicht beieinander. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit der letzten Sozialerhebung des Studentenwerks aus dem Jahr 2010. Eines der Hauptprobleme ist die knapp<b>e Kasse</b>: 41 Prozent der Befragten empfinden ihre finanzielle Situation sowie die daraus resultierenden Anforderungen durch die Geldbeschaffung als besonders belastend und im Studium beeinträchtigt. 47 % geben als Sympom Erschöpfung an, 44 % psychosomatische Beschwerden und 42 % allgemeine Ängste.</p>
<p>47 % würden sich gern beraten lassen. Das DSW weist auf verschiedene hochschuleigene Beratungsangebote hin, die Studenten in Krisen helfen können. Auch die Angebote privater Dienstleister wie Coaches sind eine Möglichkeit, rechtzeitig Lösungen zu finden, bevor es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt oder gar zu einem Studienabbruch. Das alles muss nicht sein, wenn man sich frühzeitig informiert und beraten lässt.</p>
<h3><span style="color: #ff0000; font-size: 14px;"><strong>&#8230;und wie geht es dir? </strong></span></h3>
<h3><span style="font-size: 14px;">kennst du deine stärken und schwächen? weisst du was dich motiviert?</span></h3>
<h3><span style="font-size: 14px;">Ein individuelles <span style="color: #ff0000;"><strong>Potenzial- und Werte-Analyse-Coaching</strong></span> kann Überforderung und Stress vermeiden helfen. erst wenn du weisst, wer du bist und wie du dich in bestimmten situationen verhältst, kannst du entscheiden, ob das studium zu dir passt und du nur die rahmenbedingungen verändern musst (z.B. zeitmanagement, finanzierung etc.) oder ob ein studienabbruch sinnvoller wäre, weil die studienwahl nicht mit deinen interessen und mit deinen motiven übereinstimmt.</span></h3>
<h3><span style="color: #ff0000; font-size: 14px;"><strong><strong>fehlentscheidungen sind  korrigierbar!</strong></strong></span></h3>
<h3><span style="font-size: 14px;">meld dich bei uns &#8211; wir finden gemeinsam eine für dich passende Lösung!</span></h3>
<h3><span style="font-size: 14px;">damit du mit freude studierst <span style="color: #ff0000;"><strong>und </strong></span>gesund bleibst!</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 14px; color: #000000;"><strong> </strong></span></h3>
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		<title>&#8230; und welches ist DEIN optimales Element?</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 09:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Youtube-Video: Das Pinguin-Prinzip von E. von Hirschhausen]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=sY539oAsTb0" target="blank"> Youtube-Video: Das Pinguin-Prinzip von E. von Hirschhausen</a></span></p>
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		<title>Effizientere Gestaltung der Übergänge von Schule in Ausbildung</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 09:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Förderlandschaft am Übergang von Schule in Ausbildung ist in ihrer Vielfalt kaum mehr zu überblicken. Neben fehlender Transparenz sind die Maßnahmen oft nicht ausreichend praxisnah und nicht anschlussfähig. Das erschwert es  den Jugendlichen, die für ihre individuellen Potenziale passende &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=14">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Förderlandschaft am Übergang von Schule in Ausbildung ist in ihrer Vielfalt kaum mehr zu überblicken. Neben fehlender Transparenz sind die Maßnahmen oft nicht ausreichend praxisnah und nicht anschlussfähig. Das erschwert es <span id="more-14"></span> den Jugendlichen, die für ihre individuellen Potenziale passende Maßnahme zu finden und zu einem Berufsabschluss zu gelangen. Trotz einer deutlichen Verringerung münden nach wie vor viele Schulabgänger in den so genannten Übergangsbereich (2010: 324.000; 2005: 418.000). Umso wichtiger ist eine effizientere Gestaltung der Maßnahmen und Konzepte an dieser Stelle.</p>
<p>Aus Sicht der Wirtschaft muss der direkte Übergang von Schule in betriebliche Ausbildung gestärkt werden. Hierzu sollten Bund und Länder die unübersichtliche Förderlandschaft deutlich reduzieren, indem das Angebot an Maßnahmen orientiert an ihrer Wirksamkeit zurückgefahren und besser aufeinander abgestimmt wird. Betriebliche Angebote wie die Einstiegsqualifizierungen sollten dabei besonders gestärkt werden, denn hier sind die Übergangsquoten in Ausbildung erfahrungsgemäß am größten. Ebenso sollten Angebote, die betriebliche Qualifizierung flankierend unterstützen, im Vordergrund stehen.</p>
<p>Um das Angebot an Maßnahmen im Übergangsbereich reduzieren zu können, muss bereits in der Schule angesetzt werden.</p>
<p>Hierbei sind die Sicherstellung von Ausbildungsreife und eine fundierte Berufsorientierung zentrale Ansatzpunkte. Die Wirtschaft bekräftigt in diesem Zusammenhang ihre Zusage aus dem Nationalen Ausbildungspakt, jeder interessierten Schule einen Partner aus der Wirtschaft zu vermitteln. Darüber hinaus schafft eine frühzeitige Kompetenzfeststellung in der Schulzeit die Grundlage dafür, Jugendliche passgenau in Ausbildung vermitteln zu können&#8230;</p>
<p>(Auszug aus dem BMBF)</p>
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		<title>So finde ich meinen Traumberuf: Studienwahl ist keine Schublade</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 09:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut einer aktuellen Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung planen 55 Prozent der Abiturienten, nach ihrem Abschluss ein Studium aufzunehmen. Andere schwanken zwischen Studium und Ausbildung und wissen nicht, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Eines solltest du dir dabei unbedingt deutlich &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=8">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3></h3>
<p>Laut einer aktuellen Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung planen 55 Prozent der Abiturienten, nach ihrem Abschluss ein Studium aufzunehmen. Andere schwanken zwischen Studium und Ausbildung und wissen nicht, welchen Beruf sie ergreifen sollen. <span id="more-8"></span> Eines solltest du dir dabei unbedingt deutlich machen: Die Studienentscheidung ist in der Regel keine Berufsentscheidung. Generell gilt: „Bei der Studienwahl ist es am wichtigsten, seine Interessen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu rücken“, empfiehlt Dr. Annette Linzbach. „Viele Abiturienten haben das Gefühl, dass die Wahl, die sie nach dem Schulabschluss treffen, sie zwangsweise auf einen bestimmten Beruf festlegt“, stellt Dr. Annette Linzbach, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf, fest. „Eine Studienwahl ist aber keine Schublade, sondern eine Weichenstellung“, sagt sie. Die Beziehung zwischen Studium und Beruf ist nicht immer so konkret, wie das in der Regel bei Ausbildungen der Fall ist, die auf eine bestimmte Berufstätigkeit vorbereiten.</p>
<p>Natürlich gibt es Studiengänge, die direkt für einen Beruf qualifizieren. Dazu gehören beispielsweise Medizin, Jura oder Architektur. Andere Studienfächer, zum Beispiel Chemie oder Maschinenbau, eröffnen jedoch ein breiteres Berufsfeld. Nicht nur, dass etwa ein angehender Maschinenbauingenieur im Laufe des Studiums Schwerpunkte setzen kann, zum Beispiel Produktionstechnik oder regenerative Energietechnik. „Ein Maschinenbauingenieur kann im späteren Berufsleben in der Fertigung, der Planung oder im Vertrieb landen“, zeigt Dr. Annette Linzbach auf, aber etwa auch als Redakteur bei Fachmedien tätig werden. Wiederum andere Studiengänge lassen die spätere Berufswahl sehr offen. Klassisches Beispiel sind die Geisteswissenschaften: Für Studierende solcher Fächer ist es unerlässlich, im Studienverlauf ein Profil zu bilden und sich durch eigenes Engagement &#8211; etwa Praktika oder Nebenjobs &#8211; auf den Berufseinstieg gut vorzubereiten. Germanisten beispielsweise können nach ihrem Abschluss in den Medien oder bei Werbe- und PR-Agenturen tätig werden, zum anderen sind sie aber auch bei internationalen Organisationen, politischen Verbänden, in Bibliotheken oder Archiven zu finden, oder sie kommen in Personal- und Marketingabteilungen von Unternehmen unter.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Stärken und Vorlieben erkunden</span></h3>
<p>Generell gilt: „Bei der Studienwahl ist es am wichtigsten, seine Interessen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu rücken“, empfiehlt Dr. Annette Linzbach. Sicher gebe es weitere Faktoren wie Arbeitsmarktprognosen, jedoch sollten diese nicht überbewertet werden: „Prognosen müssen immer hinterfragt werden.“ Derzeit ist zum Beispiel vom Ingenieurmangel, oder für manche Fächer und Schularten von einem Lehrermangel die Rede. Aber das gilt eben nur für bestimmte Berufsgruppen. Außerdem gibt es viele unsichere Faktoren in den Prognosen. Sie erlebt, dass es für Abiturienten oft nicht einfach ist, die eigenen Interessen und Fähigkeiten klar zu benennen &#8211; und diese mit passenden Studiengängen oder Berufen in Verbindung zu bringen. „Die Abiturienten haben weniger ein Informationsdefizit, sondern vielmehr das Problem, sich selbst unter die Lupe zu nehmen.“ Abhilfe können hier neben einem Beratungsgespräch auch Potenzial-Analysen, von denen viele online absolviert werden können. So erfährt man nicht nur, welche Berufe am besten zu den eigenen Wünschen passen, sondern auch, ob man die nötigen Voraussetzungen dafür mitbringt. Nach Abschluss der Analyse erfahren die Nutzer, welche Studiengänge beziehungsweise Ausbildungsberufe ihrem persönlichen Profil entsprechen, und haben die Möglichkeit, weitere Informationen zu recherchieren. Ebenfalls eine gute Anlaufstelle für Schüler in der Orientierungsphase sind private Anbieter von Coachings und Beratung zur Berufs- und Studienorientierung. Diese bieten oftmals einen Test in Kombination mit einem anschließenden Gespräch, in dem die Ergebnisse besprochen und reflektiert werden.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Reicht die Motivation noch für die nächsten zehn Jahre?</span></h3>
<p>Der aktuellen HIS-Erhebung „Bildungsintentionen und Entscheidungsprozesse &#8211; Studienberechtigte 2010 ein halbes Jahr vor Schulabgang“ zufolge waren 55 Prozent der befragten Schüler bereits vor dem Abi sicher, dass sie studieren möchten. Weitere 22 Prozent zogen ein Studium in Erwägung. Das heißt aber noch lange nicht, dass sich jeder auch im Klaren darüber ist, welchen Studiengang er aufnehmen möchte. Auch hier können Tests weiterhelfen: Zahlreiche Hochschulen bieten mittlerweile Online-Self-Assessments an. Dabei kann zwischen Orientierungsverfahren und Studierfähigkeitstests unterschieden werden. Erstere filtern heraus, welche Studiengänge zu den eigenen Neigungen und Fähigkeiten passen, letztere gleichen ab, ob jemand die Voraussetzungen für einen bestimmten Studiengang mitbringt.</p>
<p>Auch die Hochschulen leisten Hilfestellung in Sachen Studienorientierung: Um Studienbereiche oder -gänge kennenzulernen, können Schüler zum Beispiel an einem Schnupperstudium oder an Feriencamps teilnehmen. Viele Feriencamps werden im MINT-Bereich (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) angeboten; oft besuchen die Teilnehmer Seminare und Vorlesungen und dürfen in Projektgruppen etwas erarbeiten. Ein Schnupperstudium hingegen bietet speziell Oberstufenschülern Gelegenheit, ausgewählten regulären Vorlesungen und Seminaren diverser Studiengänge beizuwohnen. Einblicke können Schüler auch bei Informationstagen der Hochschulen gewinnen, denn hier beantworten meist Studienberater, Lehrende und Studierende die Fragen der jungen Besucher.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Sich zwischen Studium und Ausbildung entscheiden</span></h3>
<p>Nicht jeder ist sich allerdings schon vor dem Abi sicher, dass er ein Studium aufnehmen möchte, sondern könnte sich auch vorstellen, eine Ausbildung zu beginnen. Wer herausfinden möchte, ob ein Studium oder eher eine Ausbildung in Frage kommt, und sich über Studiengänge und Berufsausbildungen informieren will, kann auf zahlreiche Selbstinformationsmedien der Bundesagentur für Arbeit zurückgreifen: das BERUFENET liefert ausführliche Beschreibungen zu über 3.500 Berufen und BERUFE.TV hält informative Kurzfilme bereit, die Einblicke in die Berufswelt gewähren. Übrigens müssen Ausbildung und Studium kein Widerspruch sein: Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis. Es gibt Angebote, die Studium und Ausbildung kombinieren, aber auch solche, die ein Studium mit Praxisphasen im Betrieb verknüpfen. Welche Hochschulen duale Studiengänge in welchen Fachbereichen anbieten, können Interessierte am besten im Portal AusbildungPlus des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) recherchieren. Die Mehrheit der Studiengänge wird in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften angeboten, aber es gibt auch Angebote im Sozialwesen und in den Medien. Eines sollte man aber auch bedenken, wenn man sich für ein duales Studium entscheidet: Durch die enge Verzahnung mit der Berufspraxis legt man sich auf eine konkrete Berufstätigkeit fest. Wer sich schließlich für einen (dualen) Studiengang &#8211; oder auch einen Ausbildungsberuf &#8211; entschieden hat, sollte seine Entscheidung auf jeden Fall einem Realitätscheck unterziehen: „Gute Einblicke bekommt man beispielsweise über Praktika“ oder man nutzt Aktionen wie den Girls- und Boys-Day, um einen Tag lang in einen Beruf hineinzuschnuppern.</p>
<p>(Quelle: www.spiegel.de/ Karierespiegel)</p>
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		<title>Zweitstudium</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2012 09:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Studenten aus welchen Gründen auch immer das Falsche studiert haben, kann eines helfen: Mutig sein und einen Neuanfang wagen. Oft lohnt es sich. Liebe auf den zweiten Blick: Zweitstudium von Nicole Gutmann Am Anfang stand ein diffuses Gefühl der &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=6">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Studenten aus welchen Gründen auch immer das Falsche studiert haben, kann eines helfen: Mutig sein und einen Neuanfang wagen. Oft lohnt es sich.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Liebe auf den zweiten Blick: Zweitstudium</span></h3>
<p>von Nicole Gutmann</p>
<p>Am Anfang stand ein diffuses Gefühl der Unzufriedenheit. Anna Lidan, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, begann 2006 Chemie zu studieren &#8211; ein solides Studium mit guten Berufsaussichten.  Die Eltern hatten es empfohlen, die große Schwester vorgemacht. Das verheißungsvolle Studentenleben begann, doch der Spaß an Freiheit und Partys wollte sich nicht einstellen. „Ich konnte lange nicht konkretisieren, woran es lag“, erinnert sich die 26-Jährige. „Ich dachte immer, das Problem wäre die Stadt oder dass ich nicht mit den Dozenten zurecht gekommen bin.“ <span id="more-6"></span> Eigentlich wollte Lidan weg aus ihrer Heimatstadt. Aus finanziellen Gründen entschied sie sich, doch zu bleiben und dort zu studieren. Die Umstände an der Universität klingen für manche wie ein Paradies, für die junge Frau waren sie eine Qual: „Wir waren ein kleiner Jahrgang, fast jeder Professor kannte dich mit Namen.“ Wer jedoch in einer Vorlesung nicht fit war, weil zum Beispiel die letzte Nacht zu kurz war, fiel auf. Statt Unabhängigkeit Kontrolle wie zu Schulzeiten.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">„Überhaupt in einer Vorlesung zu sitzen war schon zu viel“</span></h3>
<p>Nach drei Jahren wechselte sie die Universität. Am Gefühl der Unzufriedenheit änderte das nichts. Es folgten ein weiterer Wechsel und ein Umzug in eine andere Stadt. Ihrer Heimatstadt endlich entkommen wurde Lidan dennoch nicht glücklich: „Ich dachte mir, du bist an der dritten Uni und quälst dich immer noch. Überhaupt in einer Vorlesung zu sitzen war schon zu viel.“ Sie hatte einen Punkt erreicht, an dem kein Zweifel mehr bestand &#8211; nicht das Drumherum war das Problem, sondern das Studienfach. Nach Jahren des Kampfes gestand sich Lidan dies ein. Und entschied sich ihrem Talent und ihrer Neigung für Sprache, Literatur und Kultur zu folgen: Seit 2011 studiert sie mehrsprachige Kommunikation. „Ich gehe jetzt gerne zu den Vorlesungen und es macht mir richtig Spaß zu lernen“, sagt die Studentin. „Wenn man sich einmal entschieden hat und seinen Weg geht, dann läuft es auch.“</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Nicht allein auf gute Ratschläge verlassen</span></h3>
<p>Lidan hat es sich nicht leicht gemacht, tut es immer noch nicht. Die letzten ausstehenden Prüfungen für den Bachelor in Chemie absolviert sie neben ihrem neuen Studium. Ganz konnte sie sich nicht von dem Ratschlag ihrer Eltern lösen. Allein auf gute Ratschläge sollte sich kein angehender Student verlassen. Eltern wollen zwar meistens das Beste für ihre Kinder. „Studieninteressierte werden bei der Studienfachwahl häufig von außen beeinflusst,“ sagt der Leiter des Info-Services. „Eigene Neigungen und Fähigkeiten treten dann als eigentlich wichtigste Entscheidungsfaktoren in den Hintergrund.“ Bei der unüberschaubaren Anzahl von Studiengängen orientierten sich die Unentschlossenen gerne an ihren Eltern beziehungsweise deren Ratschlägen. Das kann funktionieren. Bei manchen kollidieren jedoch irgendwann Wünsche und Erwartungen mit der Wirklichkeit.</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Reicht die Motivation noch für die nächsten zehn Jahre?</span></h3>
<p>Ähnlich verlief es bei Markus Stegmann. Obwohl er sich nach dem Abitur schon für das Lehramtsstudium beworben hatte, schwankte er noch. „Ich hatte schon immer die Idee, Lehrer zu werden, aber Medien und Kommunikation haben mich auch interessiert“, erzählt der heute 32-Jährige. „Meine Eltern wollten mir bei der Entscheidung helfen. Also haben sie Gespräche mit Bekannten organisiert, die Lehrer waren.“ Diese rieten ihm vom Lehramt ab. Ebenso die Berufsberater des Arbeitsamtes, mit dem Hinweis auf die damals schlechten Einstellungschancen für Lehrer. Stegmann entschied sich um und studierte fortan Medienwissenschaften. Nach sechs erfolgreichen Jahren in seinem Beruf als Kommunikationsberater zog er eine Zwischenbilanz. Der Beruf sei unglaublich spannend gewesen, er habe viel gelernt, sagt Stegmann. „Am Ende ging es um die Frage: Reicht meine Motivation, um das noch zehn oder zwanzig Jahre zu machen? Dafür hat mir die Arbeit inhaltlich nicht mehr genug gegeben. Meine Chefs waren mit mir zufrieden, aber ich war es nicht.“ In der PR-Branche konnte Stegmann zwar seine kommunikative Stärke ausleben. Doch was ihn wirklich motivierte, nämlich Verantwortung zu übernehmen und Wissen zu vermitteln, kam zu kurz. So sprang der junge Familienvater 2010 über seinen Schatten, gab Sicherheit und Geld auf, um seinen Traum zu leben. Mittlerweile steht Stegmann kurz vor dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und fühlt sich angekommen: „Der erste Schritt war der schwerste. Aber die Praxisphasen in der Schule haben bestätigt, dass das genau mein Ding ist. Die Veränderung zu wagen, war goldrichtig.“</p>
<p>Die Biografien von Lidan und Stegmann sind zwei Beispiele einer radikalen Umkehr. In der persönlichen Biografie findet sich immer ein roter Faden. Es sind die „kleinen Geschichten am Rande, die Nuancen zwischen den Sätzen“, die Interessen und Leidenschaften verraten. Die meisten Menschen wissen, woran sie Spaß haben. Oftmals fehlt ihnen jedoch der Mut: „Ein Zeichen, dass die Entscheidung nicht endgültig getroffen wurde“. Wer allerdings den ersten Schritt wagt, setzt einen Prozess in Gang, aus welchem weitere Energie entsteht.</p>
<p>Eine Erfahrung, die Lidan und Stegmann bestätigen können. So rät auch der angehende Lehrer zu mehr Selbstverantwortung: „Man muss sich von den Erwartungen anderer frei machen und den Mut entwickeln, seinen eigenen Weg zu gehen.“</p>
<p>(Quelle: www.spiegel.de/ Karierespiegel)</p>
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		<title>Ziemlich planlos vor der Reifeprüfung</title>
		<link>http://perspectiven.com/wordpress/?p=347</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 09:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Feierabend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Christoph Titz Es ist ein großer Aufbruch &#8211; und der wirft reichlich Fragen auf. Ein Drittel der Abiturienten weiß nicht recht, wie es nach den Prüfungen weitergehen soll: Uni, Lehre, etwas ganz anderes? Das Abitur ist eine anstrengende Zeit &#8230; <a href="http://perspectiven.com/wordpress/?p=347">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von <a href="http://www.spiegel.de/extra/a-643227.html">Christoph Titz</a></p>
<p>Es ist ein großer Aufbruch &#8211; und der wirft reichlich Fragen auf. Ein Drittel der Abiturienten weiß nicht recht, wie es nach den Prüfungen weitergehen soll: Uni, Lehre, etwas ganz anderes? Das Abitur ist eine anstrengende Zeit &#8211; aber auch eine schöne. Wissen, was man nach dem Abi nicht will, ist eine Sache &#8211; aber wie soll die eigene Zukunft aussehen?</p>
<h3><span style="color: #e50000;">Was soll ich nur tun? Und was kann ich überhaupt?</span></h3>
<p>Fast auf dem gleichen Rang wie die Sorgen um die Berufschancen landet die Unsicherheit angesichts des Überangebots an Möglichkeiten, die sich nach dem Abi bieten. Mache ich eine Lehre, oder studiere ich an einer Hochschule? Oder soll ich ein Jahr ins Ausland? Soll es eine Uni oder eine FH sein, und wenn ich das weiß, welches Fach? Nur ein Viertel der Oberstufenschüler fühlt sich über die Möglichkeiten nach dem Abi gut informiert, ein Drittel nennt die Vorbereitung dagegen unzureichend. Ein knappes Drittel ist sich unklar über die persönliche Eignung für den einen oder anderen Weg.(&#8230;)</p>
<p>(Quelle: www.spiegel.de/ Schulspiegel)</p>
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